11. August 2011

In-Room-Fitness

von Cornelia Markus-Diedenhofen, A K Aichner, Christian Aichner

Die körperliche Fitness und der tägliche Workout – für immer mehr Hotelgäste, Geschäftsreisende wie auch Urlauber, ist das ein wichtiges Thema, dem auch bei der Wahl des Hotels wachsende Bedeutung zukommt. Die Hotels haben darauf reagiert; neue Häuser ohne eigenen Fitnessraum sind eine seltene Ausnahme. Den Wünschen der Gäste ist damit nur teilweise Genüge getan. Zum einen ist die Atmosphäre von Fitness-Studios nicht jedermanns Sache, zum anderen kollidieren die Öffnungszeiten der Studios häufig mit dem persönlichen Zeitplan und dem darauf abgestimmten Trainingsprogramm des Gastes. Und drittens schließlich gibt es nicht wenige Menschen, die ihre körperliche Ertüchtigung lieber für sich als in aller Öffentlichkeit betreiben.

Eine Angebotslücke? Ganz sicher. Und einige der großen Ketten haben damit begonnen, sie zu schließen. Sowohl Sheraton als auch Ritz-Carlton bieten neuerdings einen In-Room-Fitness-Service, der von eigens entwickelten, videogestützten Trainingseinheiten bis zu Yogamatten, Laufbändern oder Fahrradergometern in den Zimmern reicht. Marriott bietet zwar keinen Fitness-Zimmerservice, hat aber alle seine Fitness-Studios aufwendig neu gestaltet und hält sie 24 Stunden am Tag geöffnet.

Als Gast begrüße ich diesen Trend. Ich gehöre selbst zu der Zielgruppe, die bisher meist zu kurz kam. Als Innenarchitekten frage ich mich, wie wir Hotelzimmer noch »fitnessgerechter« planen könnten – natürlich ohne beim Komfort oder der Ästhetik Abstriche zu machen. In einer Turnhalle will schließlich keiner übernachten.

Ein Wunsch freilich wird wohl weiterhin unerfüllt bleiben: ich trainiere äußerst ungern bei geschlossenen Fenstern. Aber selbst als Innenarchitektin kann ich kaum einen Auftraggeber davon überzeugen, Fenster einzubauen, die sich öffnen lassen… :-(